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Geschichte der Stadt Vamberk

Der Name Vamberk wird zum erstenmal im Jahre 1341 erwähnt, in der Zeit, wenn die kleine Stadt schon seit etwa drei Viertel Jahrhundert existierte. Eine günstige Lage über dem kleinen Fluss Zdobnice lockte aber die Menschen schol viel früher. Nach den archeologischen Funden können die ersten Erwähnungen über die menschliche Tätigkeit auf dem Territorium von Vamberk in die tiefe Urzeit – in die Zeit der älteren Steinzeit - zurückdatiert werden. Obwohl es die Funde von Waffen, Schmuckstücken und Münzen auch aus älteren Zeiten gibt, kann man über die beständige Besiedlung des Territoriums der Stadt erst in der Zeit des Mittelalters sprechen.

Dennoch sind die ersten Jahrhunderte des Lebens der Stadt bis zum 16. Jahhundert mit wenigen zuverläßigen Quellen verschleiert. Es ist aber evident, dass Vamberk bald zu einem Wirtschafts- und Kulturzentrum der Umgebung wurde. Es gab hier nämlich nicht nur eine Kirche, zum erstenmal als Bestandteil der Prager Diözese schon um das Jahr 1350 erwähnt, sondern auch eine Burg, von der wir im Jahre 1414 zum erstenmal erfahren.

Neben den Haupt-Machtstützpunkten, die im 13. Jahrhundert aufgebaut wurden – den Burgen Potštejn und Litice, gab es auch eine kleinere Burg auf dem Felsenvorsprung über dem Fluss Zdobnice, als Waldenberg genannt, durch das Geschlecht von Drslavic in der Besiedlungszeit unter Přemysl Otakar II. gegründet. Über ihr ursprüngliches Aussehen wissen wir nichts, erwäht wird sie erst in der Liste der Güter, die den Erben des bestraften Mikuláš von Potštejn durch den König zurückerstattet wurden, in der in Prag niedergeschriebenen Urkunde vom 12. Mai 1341. Im Laufe der Zeit wurde der Name Waldemberg auf Walmberg verkürzt, bis sich der heutige Name Vamberk stabilisierte.

Im 15. Jahrhundert wird Vamberk durch die Nachkommen von Drslavic verkauft, nach einigen Änderungen kommt es in den Besitz von Vamberský aus Chrast über. In der Zeit ist es eine Untertanenstadt mit den damals üblichen Rechten (das Recht auf die Wandbegrenzung, Selbstverwaltung, das Betreiben von Handwerken u.a.). Aus dem Jahre 1616 stammt das schriftliche Privilegium vom Kaiser Matyáš mit dem Recht auf 3 Jahrmärkte und einen Wochenmarkt. Zugleich genehmigte der Kaiser, bei diesen Gelegenheiten auf der Brücke Maut zu erheben. Die Städte führten den Herrschaften Gebühren ab, das sogenannte Schutzgeld und nach örtlichen Bräuchen und verschiedenen Verpflichtungen mussten die Untertanen auch Zwangsdienste ausüben.

Angeblich verursachte der Einfluss der Brüdergemeinde, dass Vamberk in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zum größeren Teil eine nicht katholische Stadt war, wofür es durch harte Verfolgung durch die Habsburger belastet wurde. Nach der Schlacht auf dem Weißen Berg, unter Václav Mikuláš Pecingar aus Bydžín, einen auf der Seite der Aufrührer stehenden Protestanten, durch den Beschluss der Konfiskationskommission vom 12. November 1622 verfiel ein Drittel des Besitzes zu Gunsten des Kaisers. Dann wurde der Besitz an den kaiserlichen Heerführer Albrecht von Valdštejn zu 30 715 Meißener verkauft. Ein Jahr später tauschte Valdštejn die Herrschaft von Vamberk mit Marie Majdaléna Třčková von Lobkovic und diese verkaufte es um das Jahr 1627 an den Kaisergeneral Kašpar z Grambu. Seit der Zeit begannen in Vamberk die größten Schwierigkeiten und Erniedrigungen in seiner ganzen Geschichte. In dieser Zeit kam es zu einer Kultur- und Entwicklungsdämpfung der Stadt und Aberkennung einiger alten Rechte und Privilegien (Brauberechtigung, Kurrecht, Verwaltung des Gemeindebesitzes u.a.).

In der Zeit des Abschlusses des Dreißigjährigen Krieges hatte die Stadt 400 Einwohner, deren Anzahl langsam anstieg, sodass sie um das Jahr 1700 die Zahl 600 (83 Häuser) erreichte. Im Jahre 1826 hatte Vamberk mit den nahen Ortschaften 2101 Personen (295 Häuser), im Jahre 1836 hatte es 2252 Personen (334 Häuser) und vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges 3910 Einwohner.

Zum nächsten Besitzer wurde Jan Adam, Graf Záruba aus Hustířany. Dieser Besitzer ließ die Friedhofkapelle von St. Barbora vom Jahre 1697 (den ältesten erhaltenen Bau im Stadtkataster) und die Marian-Pestsäule vom Jahre 1699 bauen, die bis heute den Marktplatz von Vamberk dekoriert.

Die Urkunde vom 22. Februar 1707 bestätigt den Verkauf von Vamberk an Norbert Leopold Libštejnský von Kolowrat gemeinsam mit der Gemeinde Merklovice, Podřezov, Roveň, Lupenice, Jámy, Jahodov, Peklo, das Tal als Pekelec genannt, und das kleine Schloss mit der Brauerei, Brennerei, Kneipen und Meierhöfen. Und das alles zu 90 000 Rheiner Gulden. Der neue Herr brachte seine Herrschaft empor und kümmerte sich um seinen Aufschwung.

Die Zwangsdienstpflichten, die unter Kaspar z Grambu unerträglich wurden, quälten die Bewohner von Vamberk, und deshalb bat der Stadtrat die Herrschaft, um ihre Pflichten zu mindern. Als Ergebnis der demutvollen Bitten war die am 14.11.1732 erschienene, durch František Karel Graf Libštejnský von Kolowrat bestätigte Urkunde, der die Verwaltung der Herrschaft im Jahre 1716 übernahm. Graf Libštejnský bestätigte den Bewohnern von Vamberk den Salzhandel, befreite sie (mit Ausnahme von 6 Häusern) vom Zwangsdienst zum Jahresgehalt von 102 Schock = 31 Groschen und entließ sie von der Leibeigenschaft. Unter der Herrschaft von Herren von Kolowrat wurde Vamberk wieder zum Handels- und Kulturzentrum in der Umgebung.

Im Jahre 1861 wurde die Herrschaft von Vamberk nach seiner Mutter vom Geschlecht Kolovrat Libštejnský durch den Reichsgraf Lützow nach seiner Mutter vom Geschlecht Kolowrat Libštejnský, Diplomat und großen Kritiker der österreichisch-ungarischen Macht, vererbt. Nachdem im Jahre 1932 die Witwe nach Graf Lützow starb und da die nächste Erbin seines Besitzes – Olga, Prinzessin von Liechtenstein nicht unsere Staatsangehörige war, ging ihr Besitz nach der Befreiung ins Staatseigentum über.

Genauso wie tief der Dreißigjährige Krieg in das Leben von Vamberk eingriff, wurde seine Geschichte auch durch weitere Ereignisse der Nationalbedeutung beeinflußt. Zum Beispiel die Schlesischen Kriege in der Hälfte des 18. Jahrhunderts, das Revolutionsjahr 1948, der Preußisch-Österreischische Krieg im Jahre 1866, sowie der Weltkrieg in Jahren 1914 – 18 und vor allem die Entstehung der Tschechoslowakei. Dennoch wurden die ersten Jahre des zweiten Weltkrieges vielleicht zum bedeutendsten Markstein in der Stadtgeschichte. Die jahrhundertelang beständigen und sich langsam entwickelnden Zunft- und dann Handwerkverhältnisse in Vamberk wurden durch die Verlegung der Bergbau- und Hüttengesellschaft vom schlesischen Sudetenland und durch folgenden Zuzug der Arbeiterschaft verletzt. Die jahrhundertelang von der Spitzenklöppelei, Weberei und Holzhandel lebende kleine Stadt, in der sich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Textil-, Ofen- und Fleischindustrie begannen, langsam zu entwickeln, wurde in einigen Jahren nicht nur zum Industriezentrum, sondern auch zu einer meist entwickelten Industriestadt des ganzen Region.

Stadtwappen von Vamberk

In der Publikation STADTWAPPEN IN TSCHECHISCHEN LÄNDERN von Jiří Čarek (erschienen von Academia 1985) lesen wir über das Stadtwappen von Vamberk folgendes: „Im roten Schild gibt es auf dem grünen Rasen eine Kiefer in natürlichen Farben und davor läuft nach rechts das weiße Einhorn. Urkundenbelege: Siegel im Bezirksarchiv Rychnov nad Kněžnou AM Vamberk, Buch Nr. 227 und in ANM, Eichlersammlung. Stadtwappen an der Frontseite des Rathauses und an der Säule auf dem Marktplatz.“

Interessant in dieser Hinsicht ist auch das Schreiben des Bürgermeisters Antonín Koblic vom 29.9.1942 an die Tschechische Landeszentralstelle für Städte und Bezirke in Prag: „Über den Ursprung des Stadtwappens gibt es keine bestimmten Auskünfte. Es wurde aber eine Sage erhalten, die man glauben kann, dass bei der Gründung der Stadt Vamberk, die sich ursprünglich Waldenberg nannte und sich in der Landschaft mit weitgehenden Grenzwäldern befand, (von dort aus auch der Name), ein Horn eines Einhorns gefunden wurde. Es wurde sofort durch die Bewohner beschlossen, dieses unter der Eiche stehende Einhorn zum Stadtwappen zu wählen.“

In den Privilegien, die der Stadt Vamberk durch Václav Záruba Graf aus Hustiřany im Jahre 1637 verliehen wurden, wird erwähnt, dass die Stadt Vamberk berechtigt ist: "ihr gewohnliches Stadtwappen zu fUhren und welter zu gebrauchen ohne weiterer AnfUhrung uber den Ursprung des Wappens selbst."

Vom oben Genannten folgt, dass das Stadtwappen von Vamberk einen uralten Ursprung hat und zwar schon seit der Gründung der Stadt selbst. Dieses Wappen, ohne Änderungen besteht bis zur heutigen Zeit.

Autor naučného okruhu: pan Bohuslav Obst, Dis.