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Berühmte Persönlichkeiten von Vamberk

Antonín Bednář, *1. 9. 1896 in Vamberk +2. 3. 1949 in Vamberk – Sohn des Inhabers des Spitzenwerkes, Klaviervirtuose, Chorleiter des Sängerchors der tschechischen Lehrer, Komponist der szenischen und Klaviermusik, Dirigent in der Philharmonie

Bohumil Ditrt, *5. 9. 1911 in Vamberk +16. 3. 2000 in Vamberk - Fotograf, treues und aktives Mitglied des Sokolvereins, versteckte die Sokolfahne vor Nazisten und Kommunisten, nahm am Aufbau der Sokol-Turnhalle in Vamberk teil, deren Grundstein am 21.8.1938 gelegt wurde

František Hajniš, *31. 3. 1815 in Vamberk +27. 12. 1885 in Prag – Philosoph und Jurist, Wiedergeburtsschriftsteller und Humorist, publizierte in Zeitschriften Květy (1834) / Paleček (1841-1846), schrieb unter dem Pseudonym Zdobnický, Postrat (1873), seit 28.9.1896 gibt es auf seinem Geburtshaus eine Gedenktafel

Oldřich Hlavsa, *1. 11. 1889 in Rybná nad Zdobnicí +11. 2. 1936 in Prag – lebte in Vamberk, wo er begraben ist, absolvierte spezielle Zeichenkurse in Wien, Akademie der bildenden Kunst in München, Akademie in Prag (bei Prof. Ženíšek), studierte Malerei bei Prof. Hynais, malte vor allem die Landschaft des Adlergebirges, im 1. Weltkrieg war er in der russischen Legion

Alois Kareš, *9. 6. 1822 in Vamberk +13. 7. 1885 in Terst (begraben in Vamberk) – Händler in Bremen, im Revolutionsjahr 1848 war gezwungen, ins Ausland zu emigrieren, Patron einiger tschechischen Vereine, Wohltäter für Aussiedler

PhDr. Josef Kalousek, *2. 4. 1838 in Vamberk +22. 11. 1915 in Prag – bedeutender tschechischer Historiker, Philosophiedoktor, Dozent der tschechischen Geschichte an der Karlsuniversität in Prag, Gründungsmitglied der Tschechischen Akademie, im Jahre 1874 Redaktor der Zeitschrift „Památky archeologické a místopisné“, in Jahren 1889-1900 Hauptsekretär der historisch-philosophischen Klasse, Mitarbeiter von František Palacký, berühmtestes Werk "České státní právo (1871)", verdiente sich für die Ausgabe der historischen Karte Böhmens (1874),

Matěj Kopecký, * +16. 2. 1946 in Vamberk – Puppenspieler und Legionär, starb bei seinem Aufenthalt in Vamberk, ist zusammen mit seiner Frau Zdena begraben. Auf dem alten Friedhof in Vamberk sind auch einige Mitglieder der durch den legendären Matěj Kopecký gegründeten berühmten Puppendynastie begraben

František Koukol, *7. 5. 1915 in Vamberk +1. 10. 1940 Elton-Peterborough (England) – Mitglied des 311. tschechischen Bombengeschwaders RAF in England – Sgt-Scharführer

Josef František Král, *29. 7. 1860 in Čáslav +1934 in Prag – seit 1879 lebte und unterrichtete (45 Jahre lang) in Vamberk, schrieb historische Artikel und Studien aus der Geschichte der Stadt Vamberk in die Regionalzeitung, im Jahre 1927 bearbeitete er die Erinnerungen der Stadt Vamberk nad Zdobnicí, Mitglied verschiedener Kulturvereine von Vamberk

Jindřich Kubias, *24. 3. 1850 in Vamberk +15. 9 .1930 in Vamberk – Industrieunternehmer, Begründer der in ganz Europa berühmten lebensfähigen Dampfmaschinen-Wurstwarenfabrik in Vamberk, verdiente sich bedeutend und leitete sämtliche Verhandlungen für die Genehmigung und den Aufbau der Eisenbahn, durch sein Zutun wurde im Jahre 1889 die erste Spitzenschule in Vamberk errichtet, Mitglied der Stadtvertretung und des Stadtrates, Mitbegründer des Sokol-Sportvereins von Vamberk

Jan Lakmayer, *7.10.1929 in Želénky (Bezirk Most) +1.9.2003, studierte beim Maler Cyril Bouda, Zábranský und Kašpar, war Lehrer in Vamberk und Slatina nad Zdobnicí, vom 1995 bis 2003 schrieb die Chronik der Stadt Vamberk, er nahm am Kulturleben der Stadt Vamberk aktiv teil, war Mitglied des Redaktionsrates der Stadtnachrichten, kommentierte Motorrad- und Radwettbewerbe, war im Klub der tschechischen Touristen aktiv, bekannt auch als Maler, Graphiker und Modellierer.

Dr. František Graf Lützow, *21. 3. 1849 in Hamburg +13. 1. 1916 in Teriftet (die Schweiz), in der Gruft in Vamberk begraben – Diplomat in Rom, Holland, England, Abgeordneter des Reichsrates (1885 – 1889), Schriftsteller, Doktor an der Karls- und Oxforduniversität, Unterstützer der Klöppelspitze von Vamberk (z.B. Ausstellung in London im Jahre 1906), im Jahre 1912 verwirklichte er ein Vorlesungstournee in Amerika über die Geschichte, Schriftwesen und die tschechische Nation, nahm bedeutend an dem Verfall der österreichisch-ungarischen Monarchie und der Gründung der Tschechoslowakei teil, Ehrenbürger von Prag und Vamberk

Jan Malý, *2. 9. 1900 in Vamberk +26. 4. 1988 in Vamberk - Geigenspieler, Kapellmeister, Geigenlehrer

František Jan Melnický, *13. 11. 1822 in Vamberk +1. 2. 1876 in Wien - Steinmetz, Bildhauer, Mitglied des weit verzweigten Steinmetz- und Bildhauergeschlechts von Mielnický, studierte die Bildhauerkunst an der Kaiserakademie in Wien, wo er sich später ansiedelte und die Bildhauerwerkstätte eines berühmten Rufes gründete. Seine Werke stellte er in der Weltausstellung in Wien aus, seine Skulpturen sind auf dem Kaiserschloss in Wien, im St. Marketas Dom in Wien, an der Stirnseite des Wiener Bahnhofes als Allegorie der Städte Wien, Brno, Pest und Prag zu sehen, dekorierte das Wiener Konservatorium, viele Werke gibt es auf dem Lande in Österreich, sowie in Deutschland, Mitglied der Akademie der bildenden Künste und Mitglied der Kommission für Bildhauerkunst

Bohumil Pavel, *14. 6. 1901 in Vamberk +19. 4. 1976 in Rychnov nad Kněžnou – Lehrer, Maler, Illustrator, Begründer des Puppentheaters in Vamberk, selbst machte er, malte, führte und spielte Puppen, sorgte für die Wiedererrichtung des Stadtmuseums in Vamberk und seit 1958 wurde er sein Direktor, Musiker – Geigenspieler, Schriftsteller, Fotograf, Filmproduzent, Ethnopraph

Ludvík Poslušný, *24. 8. 1913 in Pluhuv Žďár +9.6.1995 – Lehrer an der achtjährigen Grundschule in Vamberk, aktiv in der Körpererziehung, im Sokolverein, Touristik, Veranstalter von Besprechungen, Vorlesungen, Leiter der Touristenfahrten, Laientheater, seit 1989 als Berichtestatter Beiträge über die Stadt Vamberk, studiert das Stadtarchiv, bearbeitet die Geschichte der Stadt Vamberk, am 17.3.1992 zum Ehrenbürger der Stadt Vamberk ernannt

ThDr. Alois Sedlařík, *23.6.1915 in Lipová im Bezirk Přerov + 26.10.2005 in Stará Boleslav, im Jahre 1935 beginnt er das Theologiestudium in Rom, am 16.10.1940 wurde als Priester in Rom geweiht, in Rom bekommt er auch später die Doktorenwürde in Thelogie, am 1.8.1952 wurde als Administrator in Vamberk bestellt, wo er seit 40 Jahren wirkte, er setzte sich für die Erhaltung der regionalen Tschechoslowakischen Volkspartei während der ganzen kommunistischen Zeit ein.

Otakar Sedloň, *20. 8. 1885 in Trpín bei Polička +18. 10. 1973 in Prag, in Vamberk begraben. Er besuchte die Grundschule in Vamberk, studierte an der Kunstfachschule in Prag, wurde Malerlehrer an der Kunstfachschule in Brno, Kroměříž, Louny, später widmete er sich ausschließlich der Malerkunst, neben Porträts malte er die Landschaft des Adlergebirges

Jan Stöhr, *23. 5. 1822 in Vamberk +3. 5. 1899 in Prag - langjähriger Bürgermeister von Vamberk, während des Krieges mit Preußen im Jahre 1866 beschützte er Vamberk vor der Ausrottung durch die preußische Armee, wofür er von der österreichischen Regierung ausgezeichnet wurde, Begründer des Fonds für das Waisenhaus, aus seinem Anlass wurde das Kulturhaus im Jahre 1867 gegründet, Abgeordneter des Landtages (1878)

Vladimír Šichan, *31. 12. 1892 in Brno +10. 7. 1970 in Prag – lebte jahrelang in Vamberk, im 2. Weltkrieg riskierte er sein eigenes Leben, half Menschen vom Totaleinsatz im Reich, während des Krieges forderte er von alten und armen Menschen kein Geld für ärztliche Behandlung und Medikamente, Vertreter der Liga gegen Tuberkulose mit dem Sitz in Kostelec nad Orlicí

Josef Václav Telecký, *27. 9. 1897 in Týniště nad Orlicí +24. 6. 1969 in Ústí nad Orlicí – von 1936 bis 1962 Mieter von der Bednář Hütte „Na Vyhlídce“, führte das „Gedenkbuch seines Unternehmens“ mit Eintragungen berühmter Persönlichkeiten und Gäste, gründete die Chronik von Merklovice, zeichnete und malte Ansichtskarten mit Bildern aus seiner Geburtsregion (Glockentürme, Häuser, Denkmäler, Naturgebilde, Folklor), während des 2. Weltkrieges nahm er am Volkswiderstand teil, wofür er verhaftet wurde

Arnošt Vančura, *angeblich 1751 in Vamberk +1802 in St. Petersburg – Untersturmführer im Kaiserheer, Direktor der Zarkapelle, Komponist, Intendant der Hofmusik der Zarin Katarina II., später Direktor des Moskauer Theaters

František Vích, *20.1.1872 in Vamberk + ???, wirkte als Lehrer in Pěčín, Doudleby n/O, Merklovice und Vamberk, seit 1925 wurde er als definitiver Lehrer der Bürgerschulen in Vamberk bestellt, er leitete die Stadtkapelle.

Josef Richard Vilímek, *1. 4. 1835 in Vamberk +16. 4. 1911 in Prag, in der Gruft auf dem alten Friedhof in Vamberk begraben – Begründer des berühmten Prager Verlages (Vilímek), Autor und Herausgeber des derzeit berühmten satiristischen Wochenblattes Humoristische Blätter, Begründer der Zeitschrift „Obrazy života“ (Mitredakteur Jan Neruda), im Jahre 1866 Abgeordneter der tschechischen Versammlung für Wahlbezirk Rychnov – Kostelec, die die tschechischen Rechte gegen den Reichstag verteidigte, Gedenktafel am Geburtshaus Nr. 84

Jan Václav Hugo Voříšek, *11. 5. 1791 in Vamberk +19. 11. 1825 in Wien – Klavierspieler, Organist, vor alem Komponist. Sein Werk bisher noch nicht genügend gewürdigt, im Jahre 1818 Dirigent des Wiener Chors, Organist und Kapellmeister des Wiener Hofes, Musiklehrer von Prinz Napoleon, Gipfel seines Schaffens ist die Symphonie D Dur vom 1821, starb an Tuberkulose, in Vamberk begraben, Gedenktafel an seinem Geburtshaus Nr. 87

Augustin Vyskočil, *4. 8. 1852 in Vamberk +14. 2. 1902 in Prag – im Jahre 1863 studierte er das Klavierspiel bei Bedřich Smetana, im Jahre 1874 engagiert nach Lugano und Nizza als Konzertsänger, heiratete die Opernsängerin Fr. Ludikarová, Kapelmeister im Nationaltheater, Professor am Prager Konservatorium, ausgezeichneter Sänger und Klaviervirtuose, Gedenktafel an seinem Geburtshaus Nr. 98

Pavel Ludikar Vyskočil, *3.3.1882 in Prag, +17.2.1970 in Wien – berühmter Weltopernsänger vor dem 2. Weltkrieg, Klaviervirtuose, Sänger im Wettbewerb in Chicago, sang in Opern in Dresden, Milan, den Gipfel seiner Karriere erlebte er in der Metropolitanoper in New York, Engagement in Amerika, Paris, Rom, Turin zählt ihn zu den Weltopernsängern, Professor an der Hochschule in Salzburg, das Ende des 2. Weltkrieges verbrachte er bei Verwandten in Vamberk, etwa bis 1949 lebte er bei seiner Verwandten Suchánková in der Mülle in Peklo, von dort aus ging er zurück nach Salzburg, um Direktor der Opernschule in Graz zu werden

Adolf Zábrodský, *11. 1. 1815 in Vamberk +1852 in Prag – Organist in St.Veitsdom in Prag, wo er später Chordirektor wurde

Autor naučného okruhu: pan Bohuslav Obst, Dis.